Das teuerste europäische Filmprojekt aller Zeiten hat seinen Regisseur verloren: Der polnische Starregisseur Roman Polanski (Der Pianist, Chinatown) ist aus der Verfilmung des Bestseller Buches Pompeji (englischer Titel: Pompeii) ausgestiegen.
Die Geschichte handelt von Untergang Pompejis im Jahre 79 nach Christi und von einem Helden, der gegen politische Intrigen kämpfen muss. Die Romanvorlage von Robert Harris war eines der bestverkauften Bücher des letzten Jahres.
Für die aufwändige Verfilmung, die sehr von teuren Spezialeffekten abhängig ist, wurden rund 100 Millionen Euro budgetiert. Als Regisseur konnte Roman Polanski gewonnen werden, für die Hauptrollen sind Scarlett Johansson und Orlando Bloom im Gespräch.
Doch Ende Juni 2008 laufen Verträge mit der Schauspieler Screen Actors Guild (der Schauspieler-Gewerkschaft in den USA) aus, Einigung ist derzeit keine in Sicht -- und so wird mit einem Schauspieler-Streik für Sommer 2008 gerechnet. Folglich sind Terminverschiebungen bei der Verfilmung von Pompeji notwendig. Doch dadurch ergaben sich für Polanski Terminüberschneidungen, weshalb er aus dem Projekt aussteigen musste. Wie er sagt mit schweren Herzen, denn der Pole hatte bereits 9 Monate Vorbereitungszeit in die Bestseller-Verfilmung investiert.
Das teuerste Filmprojekt Europas steht nun auf wackeligen Beinen: Nach Polanskis Rückzug könnten sich möglicherweise auch wichtige Geldgeber verabschieden. Die Produzenten wollen aber weitermachen und einen neuen Regisseur suchen. Polanski hat übrigens auch zugesagt, er würde er wieder zur Verfügung stehen falls das Streik-Szenario rechtzeitig vom Tisch wäre ...
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